Juli 11, 2008...6:53

Federer im Elend?

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Das Finale 2008 von Wimbledon ist Geschichte. Dieser epische Kampf zweier Ausnahmespieler, die sich gegenseitig brauchen, um deutlich zu machen, wie einzigartig sie sind. Das ist kein Widerspruch. Grosse Sieger werden nur zu solchen, wenn sie sehr starke Gegener bezwungen haben. Das weiss Nadal, und entsprechend bekundet er seinen Respekt.

Ob Federer bald wieder mal die Nase an einer ganz grossen Veranstaltung ganz zuvorderst haben wird, wird die Zukunft zeigen. Im Grunde war sein Auftritt in Wimbledon schon so was wie ein Comeback: Federer ist von sehr weit unten gekommen. Nach dem gesundheitlich getrübten Start ins Jahr und dem absolut missglückten Final in Paris war es auch in seinem Wohnzimmer nicht einfach, den Widersacher seinen Weg gehen zu sehen und ins Finale zu stürmen – und ihm dann einen solch epischen Kampf zu liefern, nachdem der Anfang so schlecht gelaufen war.

Beide haben ganz grosses Tennis gespielt. Vieles wird auch von der Konstellation der Gegner abhängen: Wie gut verkraftet Nadals Körper dessen Spielweise? Wie schnell wird Djokovic noch stabiler und damit gefährlicher? Und wie reagiert Federer, wenn er plötzlich nur noch als Nummer zwei geführt würde? Wir reagiert er auf diese „Bedrohung“?

Es sind interessante Zeiten im Welttennis. Und viele Sportfreunde wünschen es sich, dass der wahrscheinlich beste Tennisspieler aller Zeiten, der dabei so entspannt geblieben ist und auch neben dem Platz ein Musterprofi ist, auch über die verschiedenen Statistiken als solcher sich ausweisen kann: Noch zwei oder besser drei Grand-Slam-Siege, weitere Siege in Wimbledon, einer in Roland Garros, und was ist mit Olympia. Federer spielt sehr gern auch im Namen seines Landes. Olympia bedeutet ihm viel, und Athen sitzt ganz bestimmt noch im Hinterkopf. In China lieben sie ihn. Er ist extrem populär. Und wenn nicht in Peking, dann will Federer ganz bestimmt in vier Jahren noch dabei sein, wenn wieder der Sieg an Olympia vergeben wird. In London. Genauer: Wimbledon, 2012.

Bitte, Roger, spielen Sie tatsächlich so lange weiter. Es ist so wunderschön, Ihnen zuzusehen!

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