Was für eine Geschichte! Der Schweizer Eishockey-Spieler Mark Streit ist aus besonderem Holz geschnitzt. Er wurde niemals von einem NHL-Club gedraftet, sondern heuerte auf eigenes Risiko in der AHL an, um dort einen Bruchteil von dem zu verdienen, was er in der Schweiz hätte erhalten können – immer noch mit dem Risiko, von einem Tag auf den anderen ganz ohne Job dazustehen – und mit dem besonderen Lohn, dafür in der extremen Knochenmühle der unteren nordamerikanischen Ligen bestehen zu müssen.
Dann gelang ihm doch noch der Sprung in die NHL: Die Montreal Canadiens wurden auf ihn aufmerksam. In der ersten Saison behauptete er sich mühsam, aber mit unablässigem Einsatz und Willen als Verteidiger Nummer 7. In der letzten Saison sammelte er über 60 Scorerpunkte – und nun war er “free agent”, konnte also ohne Vertrag und Ablösesumme innerhalb der NHL wechseln.
Der Mann hatte nicht weniger als zehn (!) Angebote – und wählte nun die New York Islanders, die dem 30-jährigen einen Fünf-Jahres-Vertrag über 20.5 Mio US-Dollar offeriert haben.
Damit ist Mark Streit nach Roger Federer der am zweitbesten verdienende Schweizer Sportler.
Da ist einer den ganz harten Weg gegangen und fährt nun den Lohn dafür ein. Und die New York Islanders können sich freuen, einen charakterlich so einwandfreien Spieler und Team-Player in der Organisation zu haben.
Mark Streit:
217 NHL-Partien in drei Jahren für die Montreal Canadiens, 26 Tore, 87 Assists