Grauenhaft. Der Tag droht viel zu lang zu werden. Fussball soll ab jetzt doch tatsächlich erst um 20h45 das Zepter übernehmen über meine Zeitgestaltung. Nun gut, sagen wir ab 20h00. Es gibt ja, zum Glück, noch Vorschauen.
Immerhin habe ich mich für heute abend schon entschieden, welches Spiel ich mir denn ansehen will. Die Schweizer als Patriot oder das Spiel Türkei-Tschechien, bei der es noch um alles geht?
Ich habe mich, gut patriotisch, für die Schweiz gegen Portugal entschieden. Immerhin geht es darum, eine Ära zu beenden, ein Kapitel Fussballgeschichte zu beschliessen. Köbi Kuhn und Pascal Zuberbühler treten von der internationalen Bühne ab.
Es ist ihnen zu wünschen, dass sie das mit hoch erhobenem Haupt und mit dem Dank der Fans tun können. Es darf etwas Feierlichkeit und Pathos dabei sein, liebe Landsleute! Es geht hier um sehr unterschiedliche un doch sehr typische Schweizer Persönlichkeiten, die für Schweizer Verhälntisse sehr viel erreicht und dabei ganz unterschiedliche Schweizer Tugenden verkörpert haben. Mit Köbi Kuhns Bescheidenheit feiern wir zum Ende auch Zubis Kameradschaft, mit der er sich ins EM-Team als Nr. 2 – Torhüter integriert hat.
Alles Gute Euch Beiden. Herrn Kuhn wünsche ich mir in der Nachwuchsorganisation des FCZ. Tut er gar nichts mehr, ist das für ihn nicht gut, und für den Schweizer Fussball auch nicht. Und Zuberbühler wird ganz sicher nochmals in einem Verein ein Jahr oder zwei den Jungen zeigen, wo der Hammer hängt – oder wie hoch man springen muss, um die Früchte zu ernten. Die wirklich süssen.