Da ist er wieder, dieser optimistische, offene, spielfreudige holländische Fussball, dem man jeden Titel wünscht! Dabei stand van Basten vor dem Match vor einem nicht kleinen Problem: Er hat sieben Offensivspieler von Top-Format, aber nur vier können spielen.
Das gibt die schöne Qual der Wahl. Aber wehe, es geht schief: Du wählst, unter sieben, die alle finden, sie müssten spielen, und das Resultat ist ungenügend. Dann ist der Teufel los. Das Oranje-Team hatte immer wieder das Problem, die verschiedenen Charaktere unter den einen orangen einigenden Hut zu bringen. Das hat funktioniert, als Gullit als Surinamer der Chef war, und es funktioniert wohl jetzt, wo es eindeutige Alpha-Tiere gibt, die einen wie van Bronckhorst respektieren, ihn einfach mitlaufen lassen.
Nun ist der erste Erfolg da. Wenn der moderne Fussball es wieder erlaubt, dass ein optimistisch spielendes Team gewinnt, dann wird der Fussball der grosse Gewinner dieser Europameisterschaft sein. Das wäre phantastisch. Oder gilt auch diesmal wieder die Regel: Wer zu Beginn überzeugend spielt, hält nicht durch und verhungert in Schönheit?