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Ich lese bei Yahoo/Eurosport Deutschland vom „Abfahrsspektakel auf der Kandahar“. Stimmt: Die Fahrer haben wirklich eine Show geboten. Aber der ganze Rahmen scheint mir eher penibel zu sein. Kaum Zuschauer, kaum Stimmung, ein Cuche, dem verloren uninspieriert im Zielraum die Kristallkugel in die Hand gedrückt wird, bevor er die überhaupt frei hat, ein versprengtes Fangrüppchen auf der halbleeren Tribüne, das dir Treicheln schwingt. That´s it. Immerhin scheint die Sonne. Die Bilder macht es auch nicht besser.

Deutschland ist einfach keine Alpin-Skination, trotz Frauen-Erfolgen. Leider wirkt sich das auch auf das Weltcupfinale aus. Schade.

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Ein uninspirierter, pomadiger bis überheblicher Auftritt mit der Nationalmannschaft und dann im Verein beim Stand von 0:3 eine Auswechslung gegen den deutschen Nationalstürmer Helmes, der prompt ein Tor macht und beinahe noch den kompletten Umschwung einleitet. Es ist höchste Zeit, dass der Schweizer Senkrechtstarter sein Verhalten der Tatsache anpasst, dass die Luft an der Spitze sehr dünn ist und der Weg auf die Ersatzbank kürzer als aufs Spielfeld…

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Lausanne gibt das Heimrecht für den Fussballcup-Viertelfinal an die Young Boys ab, weil im eigenen Stadion eine kostengerechte Austragung des Spiels nicht gegeben ist.

Das Spiel findet auf dem Kunstrasen des Wankdorfs statt – allerdings gewinnt trotzdem, völlig überraschend, der Aussenseiter und Zweitligist Lausanne.

Die SCL Tigers tragen ihr Heimspiel gegen den SC Bern freiwillig in dessen Halle aus. Statt knapp 7000 Zuschauern sehen so 13000 Zuschauer das Spiel – willkommene Mehreinnahmen für die gebeutelten Emmentaler.

Der SC Bern, der Favorit, gewinnt sein Auswärtsspiel in der heimischen Halle deutlich.

So weit die Fakten. Es gäbe keine einleuchtendere Beispiele dafür, dass Sport längst Kommerz ist. Und es mutet schon sehr unglaublich an, dass die Sportreglemente so was überhaupt zulassen. Denn was dabei völlig vergessen geht: Dieser Abtausch von Heimrechten stellt eine Verfälschung der jeweiligen Meisterschaft dar, ganz unabhängig vom Ergebnis, denn alle anderen Mannschaften werden nicht nach ihrer Meinung gefragt. Egal, ob es eine Mannschaft so leichter oder schwerer hat – ganz sicher kann man nicht behaupten, die Aufgabe wäre so oder so die gleiche – und damit ist sie ganz anders als jene der anderen Konkurrenten im Cup oder in der Meisterschaft.  Es ist auch egal, ob dies sich über eine Meisterschaft mit 36 oder gar 60 Spielen relativieren mag oder ob es sich um ein Cup-Spiel handelt. Es geht um den Geist des Vorgangs, um den inneren Wert oder eben dessen Missachtung. Unglaublich, wie wir in allen Segmenten die Prinzipien des Wettbewerbs, der Fairness und anderer Werte den finanziellen Kalamitäten oder auch mal der Profitgier geopfert werden.

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Herr Spengler ist ein Davoser

Die kleinen Tricks am Spengler-Cup – da es um die goldene Ananas geht, die Sonne für alle scheint und die Türsteher der Bars auch die Spieler aller Mannschaften hinein lassen, spielt es ja nicht so eine Rolle, dass

- mit Karlovy die wohl stärkste Mannschaft neben den Lieblingen aus Davos und Canada als einzige zwei Mal antreten muss – innert zwanzig Stunden, bevor

- Mannheim überhaupt das erste Mal gespielt hat.

Aber letztere werden ja eh nur wegen der Würze, einen Verein aus dem grossen Kanton dabei zu haben, der dann darüber hinaus eh keine besondere Rolle spielen soll.

Unterhaltung ist das alles trotzdem, nicht nur für die Spieler, und es scheint ja auch niemanden gross zu stören.

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Vom Snowboard zum Sechstagerennen. Noch eine Randsportart, mit viel Show. Hier wird allerdings nicht unbedingt die Leichtigkeit des Seins kultiviert sondern der Charme von Dul-X und Schweiss beträllert.

Meistens müssen wohl die richtigen gewinnen, und dennoch ist es nicht nur Show. Die Zuschauer fordern sichtbares Abstrampeln, und das kriegen sie sehr wohl geboten. Die Auswahl der Stars ist nicht zufällig oder beliebig, es gibt Typen, die sehr wohl auch athletisch heraus ragen. Trotzdem wird hier geleistet, was bezahlt wird.

Mir hat’s trotzdem immer wieder Spass gemacht. Seit Daniel Gisiger und Urs Freuler kenne ich den Wädli-Tempel vom Schnuppern vor Ort, neuerdings in rauchfreier Atmosphäre. Alle Zeiten hatten ihren Reiz – aber heute, wo die Bratwurst fast niemandem mehr genügt? Vier Veranstaltungen sind dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen worden. Sechstagerennen sind nicht ganz so archaisch wie Querfeldein-Rennen es schon lange waren. Aber ob sie überleben können? Marvulli ist ein bisschen ein zweiter Freuler. Mal sehen, wie weit sich international Rivalitäten aufbauen lassen, wenn sein rivalisierender Partner-Antipode Ende Jahr aufhört und der Urner Stier die Waden erschlaffen lässt. Dieser Wanderzirkus muss in einer Tour europaweit verkauft werden können, sonst ist bald Ende Feuer.

Mehr eine Marketing-Herausforderung denn ein sportlicher Challenge. Das passt dann wieder zum Grundproblem, siehe am Anfang des Artikels.

Sie trainieren Tricks. Das ist okay. Vielleicht sogar tagelang. Aber sind Snowboarder in der Half Pipe wirklich Leistungssportler?

Wenn eine Manuela Pesko nach anderthalb Jahren zurück kommen kann und gleich wieder beste Schweizerin ist -nach drei Tagen Training?

Wenn ein Gian Simmen nach vier Jahren Wettkampfabstinenz gleich Zweiter wird, vor zwei aktuellen Schweizer Spitzen-Boardern?

Ich meine: Die zwei sind ja tolle Typen, aber was ist davon wirklich zu halten?

Und, sorry, liebe Damen, aber kaum ein Sport lässt Euch im Vergleich mit den Herren so unvorteilhaft erscheinen:

Was für ein Unterschied in den Sprunghöhen, den Rotationen, der Schnellkraft, dem Tempo…

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