September 10, 2008

Die Färöer der Schweiz sind Luxemburger

Ein Welttrainer ist gekommen, um die Schweiz zu neuen Höhen zu führen. Luxemburg war der ideale Gegner, um der Mannschaft zu zeigen, dass ein neuer Wind weht, und dem Publikum auch.  Und es kam in Scharen, erwartungsfroh. Hitzfeld liess rotieren, stellte die Mannschaft so offensiv auf wie wohl noch nie ein Trainer ein Schweizer Nationalteam. Die Folge: Offensive ballte sich am Strafraum zur Völkerversammlung, keine Ordnung, keine Konzepte, kein Spielsystem, keine Sicherheit, viele Fehler, kein Zusammenspiel, Verunsicherung total.

Ein Freistoss, bei dem Benaglio zu weit rechts stand, als würde kein Luxemburger die Kraft besitzen, einen Lederball über die Mauer zu kicken. Ein zweiter Freistoss, bei dem die Schweizer sich durch eine einfache Finte übertölpeln liessen  und Benaglio getunnelt wird. Unglück pur.

Resultat: 1:2. Switzerland: Zero Points.

Die Schweiz hat ihr Färöer-Trauma. Ganz Österreich darf lachen, wie wir gelacht haben, ich gebe es zu. Dabei hat Österreich, glaube ich, wenigstens auswärts verloren, oder?

Aber an solchen Dingen wird sich die Schweiz mit Hitzfeld nicht aufrichten können. Wie wird er reagieren? In welche Niederungen ist er da gestiegen? Wie weit hat er sie mit verursacht?

Die Schweiz hat nun nicht ein Problem. Sie hat nur noch Probleme. Und jeder Schweizer, der zum Einsatz kam, nimmt einzig die totale Verunsicherung mit nach Hause. Barnetta war schon in Israel nicht gut. Magnin wird so in Stuttgart keine Zukunft haben. Djourou war noch mit der Beste neben N’Kufo. Alex Frei wird seinen Optimisten-Spezialisten Kloppi sehr gut brauchen können. Valentin Stocker kam nie ins Spiel, konnte sich an niemandem orientieren, wurde nicht integriert. Und Benaglio wird mit Wolfsburg viel lieber spielen als mit der Nati. Irgendwie klebt ihm da Pechharz an den Goaliehandschuhen.

Nicht mal Inler kam zur Geltung. Wenn Du ungeduldig und konzeptlos bist, dann bekommst Du sicher auch noch einen Schiedsrichter, der überaus kleinlich pfeift und damit den Luxemburgern erlaubt, sich immer wieder mit Freistössen Luft zu verschaffen. Aber mit solchen Kleinigkeiten muss man umgehen können.

Es ist Nacht geworden in der Schweizer Fussballlandschaft. Mit Leermond.

August 8, 2008

Die Ruhe hier

Dies ist ein Sportblog. Er hat aber eh nicht zum Ziel, das Sportgeschehen breit abzudecken. Das können andere viel besser. Meine Ressourcen sind sehr beschränkt.

Dass ich über Olympia nicht schreibe, hat aber noch einen anderen, viel wesentlicheren Grund:

Ich schreibe hier nicht, aus Respekt vor jenen Menschen, die unsere Lust an der sportlichen Unterhaltung damit bezahlen, dass sie “zur allgemeine Sicherheit” im Gefängnis sitzen oder zwangsumgesiedelt worden sind – meist ohne oder mit nur lächerlicher Entschädigung.

Juli 31, 2008

FC Basel mit Chancen

Das 1:1 im Hinspiel beim IFK Göteborg ist ein gutes Resultat.

Nach der Europacup-Formel birgt ein Untentschieden mit einem geschossenen Auswärtstor den grossen Vorteil, dass man bei Spielantritt im Rückspiel in Führung liegt.

Ist banal, und eben doch nicht.

Wie gut wird das Spiel besucht sein? Habe mich letzte Saison manchmal gewundert, dass Europacup-Spiele eher Probleme hatten, die Massen anzuziehen.

Juli 30, 2008

Dortmund: Die rechtzeitige Niederlage

In Dortmund haben Sie ein Trainingsspiel gegen die Bayern gewonnen (wie man diesen Cup auch immer nennen mag war es genau das). Und gebeutelt, wie sie wurden und waren, haben die Fans schon wieder jeden Boden unter den Füssen verloren. Nun wurde gegen Juve 1:3 verloren. Gerade rechtzeitig. Nur so kann Klopp’s Talent, ein gute-Laune-Kult-Trainer sein zu können, der auch noch seine Arbeit gut macht, umsetzen. Dann aber wünscht sich wohl jeder Fussballfan, nicht nur in Deutschland, dass es hinhaut im neuen Jahr.

Es goss in Strömen, als gegen Juve das erste Mal gespielt werden sollte. Spiel abgesagt. Ein paar Spieler tanzen barfuss vor den Fans, und 20′000 tanzen mit. Lange. Überschwenglich. Kein Frust, nur gute Laune.

Die besten Fans Deutschlands. Das findet bestimmt auch der Prinz Chapuisat noch heute.

Juli 29, 2008

Cincinnati aktuell: Federer erneut in Schwierigkeiten

Roger Federer hat den ersten Satz gegen Robi Ginepri in einem Breakfestival im Tiebreak verloren (2:7) und eben im zweiten, als Ginepri zum Sieg aufschlug, auf 6:6 ausgeglichen und dann das Tiebreak 7:5 gewonnen.

Ein Hängen und Würgen. Roger ist in grossen Schwierigkeiten…

Live-Score kann hier abgerufen werden.

Federer hat den dritten Satz gewonnen. Mit 6:0…

Tennis? Ein Psycho-Sport.

Juli 12, 2008

41km/h

so hoch ist die Spitzengeschwindigkeit, die ein 100m-Weltklasse-Sprinter erreicht…